Frühstück: Andere Länder – viele Sitten

Auftakt zum VIVANI Themenmonat „Frühstück“

Text:
Katharina Kuhlmann

Photography:
iStock, AlexSava
istock, Lisovskaya
EcoFinia GmbH

7 September 2018

Frühstück – für viele Menschen der unverzichtbar gute Start in den Tag. Grund genug, uns diesem in unserem Themenmonat „Frühstück“ einmal ausführlicher zu widmen. Im September erwartet euch alles rund um das erste Essen des Tages, bei dem natürlich auch Schokolade und Kakao nicht fehlen dürfen. Freut euch auf eine Buchvorstellung mit Gewinnspiel und leckere, schokoladige Frühstücksrezepte. Heute blicken wir zunächst über den Tellerrand: Wie frühstückt man in Europa und der Welt?

Frühstück in Deutschland ist Kult. Zumindest am Wochenende lässt man sich hierzulande gerne viel Zeit und verspeist eine bunte Vielzahl an Brötchen, Brot und anderer Backwaren, Ei-Variationen, Wurst, Käse, Marmelade, Nuss-Nougat-Creme, Honig, Müsli und Frühstücksflocken mit Milch oder Joghurt. Zu trinken gibt‘s – natürlich – Kaffee, vielleicht auch Tee, Milch, Kakao und Saft.
Soweit das Bekannte. Übrigens: Das deutsche Frühstück wird in europäischen Hotels in der Regel als Continental Breakfast angeboten.

Frühstück in Europa und der Welt

Und andere Länder in Europa? In vielen unseren Nachbarländern wird ähnlich gefrühstückt. In Österreich mag man es gerne süß, Schweizer verspeisen in der Früh oftmals Müsli und auch in den Niederlanden muss man sich als Deutscher kaum umstellen und bekommt belegte Brote, gerne auch mit Schokostreuseln, angeboten.

Übrigens: In Europa kann man eine deutliche Frühstücks-Tendenz erkennen: Je weiter man nach Süden kommt, desto weniger landet auf dem Teller. In Italien und Spanien beispielsweise reicht ein Espresso, Milchkaffee oder anderes Kaffeegetränk. Oft wird noch ein kleines süßes Teilchen dazu verspeist und man ist gerüstet für den Tag. Das würde einem Briten nicht im Traum einfallen. Beim traditionellen „Full English breakfast“ wird eine deftige Hauptmahlzeit serviert, die mit über 1000 kcal gut die Hälfte des täglichen Kalorienbedarfs abdeckt. Neben den berühmten „Ham & Eggs“ gibt es gebackene Bohnen, Würstchen, Tomaten, Pilze und Toast mit Marmelade auf den Teller. Dazu trinkt man selbstverständlich Tee.

Ähnlich den Briten speist man auch in den USA beim American Breakfast. Dieses warme Frühstück kennt eine ganze Reihe an variierenden Eierspeisen und als Highlight Pancakes mit Ahornsirup.

Die Frühstücksgewohnheiten anderer europäischer Länder bewegen sich im Rahmen der bereits aufgeführten Varianten. Es gibt landestypische Spezialitäten und regionale Vorlieben. Auch fällt das Frühstück ganz und gar unterschiedlich in Kalorienmenge, Zeitaufwand und Bedeutung aus – dazu später mehr.

Doch gibt es auch ganz andere Frühstücksgebräuche auf unserer Welt, die hierzulande für erstaunt hochgezogene Augenbrauen sorgen würden. Wie wäre es mit Frühstück auf Afrikanisch? Hier geht es typischerweise deftig zu. Mais- oder Hirsebrei, Maisfladen und Bohnen-Pfannkuchen sind ebenso üblich wie Gerichte mit Yamswurzel. Kaffee wird nicht überall getrunken, dafür lieber Wasser und Zitronensaft.

In China und Japan isst man Reis. Das japanische Frühstück ist üppig und ein optisches Kunstwerk. Es gibt Miso-Suppe, Fisch, eingelegtes Gemüse und Omelette. In Indien bevorzugt man Pfannkuchen und Fladen mit Gemüsecurry oder Kokoschutney.

Deutschland – die Zahlen

Kennen die meisten Menschen aus der eigenen Kindheit noch das Bild der ganzen Familie am Frühstückstisch, so zeichnen sich doch in den letzten Jahren deutlich gegenläufige Trends ab. Das Leben in unserer westlichen Leistungsgesellschaft wird immer schneller und getakteter. Nicht Wenige haben morgens überhaupt keine Zeit, zu frühstücken, oder verzichten freiwillig darauf, weil sie morgens appetitlos sind oder Kalorien sparen möchten. So ergab eine Umfrage von statista.com aus dem Jahr 2008, dass nur noch für 39 % der Befragten das klassische Familienfrühstück zuhause üblich ist. Viele essen auf der Arbeit (26 %) oder auf dem Weg dahin (10 %), 9 % frühstücken gar nicht. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit ermittelte sogar noch höhere Werte bei den „Nicht-Frühstückern“:  2014 frühstückten ganze 13 % an normalen Werktagen nie und 9 % nur ab und zu.

Deutsches Frühstück – Kulturgut im Verfall?

Steht unsere heutige Frühstückskultur auf der Kippe und wird vom um sich greifenden To-Go-Trend verschluckt? Auch wenn die Zahlen dies andeuten mögen – Frühstück ist in erster Linie persönliches Ritual und trotz vieler To-Go-ler nicht aus den deutschen Haushalten zu verdrängen. Das zeigt sich vor allen an den Wochenenden, wenn sich viele Leute lange Zeit lassen und das Frühstück als Antwort auf den Verzicht in der Arbeitswoche regelrecht zelebrieren – gerne auch mit Freunden oder Familie und vielleicht auch im trendigen Café zum Brunch.

Das Frühstück sagt so einiges aus über den einzelnen Menschen und die Kultur, in der er lebt. Ein schnelles Häppchen unterwegs bevorzugen vor allem Menschen, die durch Leistung, Erfolg und Multitasking punkten wollen – Zeit ist schließlich Geld. Der gemütliche Frühstücker mag es gediegener und muss nicht unbedingt in allem der Schnellste und Beste sein.
Doch bestimmt auch die Kultur unserer globalisierten Welt häufig das Frühstücksverhalten. Wer wirklich westlich sein will, greift auch in Japan mittlerweile lieber zu Toast und Cornflakes anstatt zur Miso-Suppe. Somit gehen auch Frühstücksgewohnheiten mit der Zeit. Ein äußerst deftiges „Arbeiterfrühstück“, wie etwa das englische oder auch das vieler osteuropäischer Ländern, ist heute rein physiologisch nicht mehr notwendig bei einem Bürojob mit 8 Stunden am Computer.

Trotzdem: Wir lieben Frühstück! Vor allem mit Schokolade!

Wer am Frühstück als Kulturgut festhält und sich lieber ein geschmiertes Butterbrot mit handgefiltertem Kaffee aus Omas alter Kanne als das „To-Go-Becher + Brötchen“- Angebot am Bahnhofskiosk genehmigt, der gehört definitiv zur wachsenden Zahl an Genießern in unserem Land. Gegenbewegungen begehren auf gegen den von der Industrie gepriesenen To-Go-Lifestyle. Ernährungstrends und ein allgegenwärtiges Aufflammen des Genusskultes – man denke an Foodpairings, Verkostungen, Trendcafés, Foodtruckfestivals und Co. – geben auch den Frühstücksfanatikern unter uns Hoffnung auf die Erhaltung ihres geliebten Rituals. Dabei spielen natürlich auch Kakao und Schokolade eine große Rolle. Was wäre ein süßes Frühstück ohne Nuss-Nougat-Creme? Auch Schokostreusel und Teilchen wie Schokocroissants gehören ebenfalls dazu wie der Frühstückskakao. Selbst Marmelade mit Schokolade ist ein tolles Frühstückserlebnis. Freut euch daher schon auf unsere beiden Schoko-Frühstücks-Rezepte in Kürze!

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