Neues aus der Ecole Amitié Cap Haitien

Der Newsticker zu unserem Sozialprojekt auf Haiti - immer aktuell

Text:
Alexander Kuhlmann

Photography:
© Ecole Amitié

3 September 2020

Im Rahmen unserer "KIDS for KIDS"-Kampagne setzen wir uns für den Erhalt der Ecole Amitié ("Schule der Freundschaft") in der haitianischen Küstenstadt Cap Haitien ein. Eine Oase der Menschlichkeit, die Armutskindern und "Restaveks" mit leidenschaftlichem Einsatz die Chance auf eine bessere Zukunft ermöglicht und sie so vor der Bedrohung von Kinderarbeit und -versklavung schützt. In diesem Blog-Ticker halten wir euch immer auf dem Laufenden, was es Neues im Leben der Schüler, ihrer Lehrer und der ehrenamtlichen Helfer gibt. Freude und Leid liegen hier manchmal sehr nah beieinander...

+++ 16. Februar 2021 | Optimistisch bleiben +++

Noch herrscht auch in Haiti viel Unsicherheit, wie alles in 2021 wohl weitergehen wird. Ungelöste politische Probleme und die Covid-Gefahr können erneut den Unterricht an der Ecole Amitié immer wieder unterbrechen. Aber das soll uns nicht daran hindern uns über das zu freuen, was möglich ist.

Einige dringend notwendige Reparaturen können jetzt durchgeführt werden dank einer Zuwendung von der Deutschen Botschaft in Port-au-Prince (nachdem der neue Botschafter Jens Kraus-Masse am 28. November 2020 die Schule selbst besucht hatte) und dank einer zusätzlichen Weihnachtsspende von VIVANI. Es handelt sich dabei um die Erneuerung von mehreren durchgerosteten Wellblechdächern und größere Zement-Arbeiten im Schulhof.

Jede Verbesserung an der Schule hebt gleich die Stimmung und wirkt sich sogar positiv auf die ganze Nachbarschaft aus.

+++ 20. November 2020 | Tag der Kinderrechte +++

Am 20. November steht der “Internationale Tag der Kinderrechte“ zum dreißigsten Mal im Mittelpunkt der UN-Kinderrechtskonvention. Das Recht auf eine allgemeine Grundschulbildung ist dabei eine der wichtigsten Forderungen, die leider bisher in vielen Ländern nur teilweise erfüllt wird. So auch in Haiti.

Der haitianische Film „ANITA, fille d’Haiti“ (1980) erzählt vom Alltag einer kleinen „Restavèk“, die als Kind-Dienstbotin nicht zur Schule gehen darf, während Choupette, die Tochter des Hauses, zum Unterricht geschickt wird. Anita lehnt sich gegen diese Ungerechtigkeit auf. Die sensible Choupette fühlt sich davon so belastet, dass sie mit Fiebervisionen krank zum Voodoo Priester gebracht wird. Dieser gibt ihr Zauberblätter und so fleht sie die Meeresgöttin “Simbi“ um Hilfe an. Am Ende verbünden sich Anita und Choupette in Freundschaft, um gemeinsam für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

Die Sängerin TiCorn (Cornelia Schütt), die im Film die Göttin Simbi spielt, setzt sich auch privat für Kinder in Haiti ein. Sie stellte die Verbindung zum VIVANI-Team her, das nun schon seit vielen Jahren die „Ecole Amitie“ im Armenviertel von Cap Haïtien unterstützt und vielen „Restavèks“ ihr Recht auf Grundschulbildung ermöglicht. Denn dieses Thema hat auch 40 Jahre nach dem Film nicht an Aktualität verloren.

Eine neue 40 Jahre Jubiläums-Version vom Film „ANITA, fille d’Haiti“ in haitianischem Kreole mit französischen Untertiteln kann man sich hier ansehen. Interessante Hintergründe zum Film gibt es hier.

+++ 28. Oktober 2020 | Kreolische Sprache +++

Der 28. Oktober ist der Internationale Tag der Sprache Kreol.

Die Landessprachen von Haïti sind Haitianisch* (haitianisches Kreol – Kreyòl Ayisyen) und Französisch.

Seit 1979/80 wird in allen Grundschulen des Landes laut Dekret des Erziehungsministeriums in „Kreyòl Ayisyen“ unterrichtet.
So auch an der Ecole Amitie von Cap Haitien.

Diese Sprache hat eine sehr einfache Grammatik und wird rein phonetisch geschrieben – was den Kindern viel Verwirrung erspart. Außerdem ist sie sehr bildreich, eignet sich wundervoll um humorvolle Anekdoten, Geschichten und Märchen zu erzählen und die haitianischen Lieder mit poetischen Texten zu bereichern.

Ab der zweiten Klasse steht dann auch Französisch auf dem Lehrplan der Schüler. Englische und spanische Wörter werden aus dem Umfeld meist informell aufgeschnappt und unbekümmert in ihr „Kreyòl“ mit integriert, das zweifellos ihr Leben lang ihre vertraute und geliebte Muttersprache bleiben wird.

*Haitianisch: Das haitianische Kreol hat vor allem französische Wortwurzeln und eine „kreolisierte“ Grammatik. Sprachliche Einflüsse verschiedener westafrikanischer Sprachen sowie indianischer Sprachen (Urbevölkerung Haitis, die Arawak und Carib) existieren nur im Wortschatz.

+++ 13. Oktober 2020 | Friedens-Nobelpreis +++

Das UN World Food Programme WFP  (Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen) hat für seinen Einsatz „im Kampf gegen Hunger“ den Friedens-Nobelpreis 2020 erhalten!

WFP (in französisch Programme Alimentaire Mondial – kurz PAM – genannt) versorgt die Ecole Amitie schon seit vielen Jahren mit Lebensmitteln für die Schulspeisung – so auch wieder in 2020.

Dem Programm der WFP (PAM) verdankt die Schule die warmen Mahlzeiten, mit denen zur Zeit rund 600 Schüler*innen an den Schultagen ernährt werden. Die kostenlosen Speisungen führen wiederum dazu, dass auch viele Restavèks die Schule besuchen dürfen. Die Organisation sucht die Schulen, die sie beliefert, nach Bedürftigkeit und Zuverlässigkeit aus, verlangt jedoch auch einen Ort, wo die Lebensmittel sicher gelagert werden können und wo eine saubere, gut ausgestattete organisierte Küche vorhanden ist.

VIVANI hilft dabei, diese Vorbedingungen zu erfüllen und unterstützt hiermit nicht nur den Unterricht an der Ecole Amitie, sondern auch indirekt die Schulspeisungen des Friedens-Nobelpreisträgers 2020.

Wir freuen uns über die große Ehrung der WFP (PAM) und gratulieren ihr von Herzen!

+++ 30. August 2020 | Ecole Amitié wieder geöffnet +++

Entgegen aller Befürchtungen hat sich Covid-19 erstaunlich wenig in Haiti ausgebreitet. Sicher gibt es eine hohe Dunkelziffer, da hier die Kranken meist zuhause mit traditioneller Kräutermedizin behandelt werden. Doch das wohl mit gutem Erfolg. Todesfälle scheinen so selten zu sein, dass die haitianische Regierung den Schritt wagen konnte, die Öffnung aller Schulen ab Mitte August 2020 anzuordnen.

Dieser offiziellen “Entwarnung” folgend, nahm auch die Ecole Amitie den Unterricht wieder auf und funktioniert seit Mitte August mit vollen Klassen. Natürlich geht es nun darum, möglichst viel von der verlorenen Schulzeit aufzuholen. All das bis Ende 2020 ? Eine kaum zu schaffende Aufgabe!

Zu unserer großen Freude wird die Schule auch wieder mit Lebensmitteln von der PAM beliefert, sodass alle Schüler erneut eine kostenlose warme Mahlzeit erhalten. Das Händewaschen vor dem Essen, jetzt obligatorisch, macht den Kindern viel Spaß.

+++ 13. Mai 2020 | CORONA-Krise bahnt sich an +++

Wie sehr hatten sich Lehrer und Schüler der Ecole Amitié gefreut, als Anfang Januar endlich wieder der Schulunterricht aufgenommen werden konnte und Mitte Februar sogar erneut die Schulspeisung. Dann begann man in den Nachrichten über “Covid-19” zu hören. Erst als der Virus die USA voll erfasst hatte, begann man sich auch hier soweit wie möglich vorzubereiten. Am 30. März verordnete Präsident Jovenel Moise die sofortige Schließung aller Schulen.

Bisher gibt es im Land nur wenig bekannte Fälle, doch das kann sich schnell ändern. Die Ärzte warnen und befürchten einen starken Anstieg der Fälle in Mai/Juni… Doch Abstand halten, “social distancing”, ist hier nur sehr begrenzt durchführbar. Soweit wie möglich werden überall Schutzmasken genäht, die einem wenigstens ein kleines Gefühl von Sicherheit geben.

Wie lange dieser Ausnahmezustand anhalten wird ist auch hier unabsehbar. Die PAM, die der Ecole Amitié Nahrungsmittel für die Schulspeisung geliefert hatte, gab der Schuldirektion Ende April die Anweisung, alle noch im Lager vorhandenen Nahrungsmittel in Päckchen an alle 700 Schüler zu verteilen.

Im Schulhof ist es ruhig geworden – keine spielenden Kindergruppen aus der Nachbarschaft. Nur der Judo-Club macht dort dreimal pro Woche in kleinen Gruppen (max. 10 Teilnehmer) Freiübungen mit großem Abstand. Man kann aktuell nur hoffen, dass Haiti nicht zu schlimm betroffen und wird…!

 

+++ 04. Februar 2020 | ES GEHT ENDLICH WEITER +++

Endlich, endlich sind die Schulen wieder offen! Mit vier Monaten Verspätung hat im Januar für die meisten Schulen in Haiti das Schuljahr 2019/20 begonnen. Der Druck von der Strasse, der das Abdanken von Präsident Jovenel Moise erzwingen wollte, war nicht mehr aufrecht zu erhalten. Jovenel regiert weiter. Die Bevölkerung hatte die blockierte Situation gründlich satt und bestand darauf, ihre Kinder ab dem 7. Januar wieder zur Schule schicken zu können. In der ersten Woche kamen die Schüler noch etwas zögerlich und ängstlich – ab der zweiten Woche waren die Klassen voll.

Es ist rührend zu sehen mit welcher Freude die Kinder alle zum Unterricht strömen – und auch die Lehrer. Es wird sehr viel Lehrstoff aufzuholen sein, aber das werden sie schon schaffen bis Ende Juni…

+++ 11. November 2019 | SCHULUNTERRICHT GESTOPPT +++

Die politischen Unruhen und Wirren, die das Leben in Haiti schon im letzten Jahr sehr beeinträchtigten, haben sich im Laufe dieses Jahres 2019 weiter verschärft. Viele Demonstrationen und Straßen-Barrikaden. Die Bevölkerung wirft ihrer Regierung Korruption, Zanksucht und Unfähigkeit vor. Die hohe Währungsinflation und die Wasser-, Strom- und Benzinknappheit lähmen seit Anfang September das ganze Land. Geschäfte und Banken bleiben tagelang wegen Unsicherheit geschlossen.

Die Schulen, die Mitte September den Unterricht beginnen wollten, wurden wegen Mangel an Solidarität angefeindet. Zwei Millionen Schüler müssen nun abwarten! Es ist noch immer ungewiss, wann der Unterricht wieder beginnen kann –  auch an der Ecole Amitié, die in einem besonders “erregbaren” Stadtviertel liegt. Eltern, die etwas weiter weg wohnen, behalten ihre Kinder unter diesen Umständen lieber zuhause. Aber die Kinder, die in der Nähe wohnen, finden das Schultor der Ecole Amitie immer offen. So freuen sie sich, den sicheren Schulhof für Spielen, Fussball oder Judotraining nutzen zu können.  Da sich die politische Krise noch weiter hinzuziehen droht, bietet die Schuldirektion diesen Kindern im November und Dezember auch andere “informelle” Aktivitäten an:  Malen, Singen, Englischkurse und Nachhilfe für schwache Schüler – jedoch all dies sehr “diskret” und nicht in Schuluniform gekleidet…

+++ 05. August 2019 | MUSIK VERBINDET +++

VIVANI unterstützt ein interessantes Songbook-Projekt mit Liedern der haitianischen Singer-Songwriterin TiCorn (Cornelia Schütt). Es dient der Erhaltung kulturellen Liedguts in Haiti und wurde von “Chansons d’Haiti” publiziert. Ab August 2019 wird es kostenfrei an Musikschulen in Haiti verteilt werden. Eine in haitianischem Kreol gesungene CD der Künstlerin liegt bei. Wir wünschen den Kindern ganz viel Freude beim Singen der wunderschönen Chansons!

Wer einmal reinhören möchte, findet hier den in Haiti sehr bekannten Chanson “Ti Moun Solèy”.

+++ 06. Juni 2019 | EIN SCHWIERIGES SCHULJAHR +++

Das ausklingende Schuljahr 2018/19 war sehr von der instabilen Politik Haitis beeinträchtigt worden. Kaum hatte es richtig begonnen, gab es schon im Oktober 2018 erste Unruhen mit vielen Demonstrationen und Barrikaden auf den Strassen – und dann im November 2018 erneut. Für Wochen konnte hierdurch kein Unterricht stattfinden.

Die schlimmste Zeit  kam jedoch im Februar 2019, als in Haiti das ganze Land drei Wochen lang total blockiert war. In dieser Zeit waren alle Schulen geschlossen. Viel Unterrichtsstoff musste in den folgenden Monaten aufgeholt werden. Wieweit dies gelungen ist wird sich jetzt bei den im Juni anstehenden Klassenarbeiten zeigen. Die Lehrer haben sich jedenfalls ganz besonders für die Schüler eingesetzt.

+++ 06. April 2019 | KUCHEN FÜR HAITI +++

Am Samstag dem 06. April haben wir in gemeinsam mit der Kaffeerösterei LaMolienda in Oldenburg und unserer Lieblingsbloggerin Karin Buhl von lisbeths.de Kuchen und VIVANI Schokoladen für den guten Zweck verkauft.

Karin hat hierfür einige ihre Lieblingskuchen gebacken und ihre liebsten VIVANI Schokoladen zusammengestellt, die bei den zahlreichen Besuchern ebenfalls großen Anklang fanden. Bei der Aktion sind wieder rund 300 € für die Ecole Amitié zusammengekommen, mit denen sich vor Ort so einiges umsetzen lässt.

+++ 11. Februar 2019 | MERCI VIVANI +++

Die Lehrer der Ecole Amitie haben uns heute eine ganz liebe Grußbotschaft zukommen lassen: “Wir möchten VIVANI ganz besonders herzlich danken für ihre grosszügigen Spenden, die nicht nur entscheidend dazu beitragen unsere Monatsgehälter zu finanzieren, sondern auch manche persönliche Krise etwas abzumildern oder zu besonderen Gelegenheiten kleine extra Freuden zu bereiten …  MERCI”.

Eine Wertschätzung, für die wir sehr dankbar sind. Ohne Lehrkräfte keine Bildung. Deshalb konzentrieren wir uns ganz besonders auf den Erhalt und die faire Bezahlung der Lehrerstellen, denn sie sind letztlich der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg des Schulprojekts.

+++ 20. November 2018 | MUSIKFREUDE +++

Kunst- und Musiklehrer Alexis und einer seiner vielen glücklichen Schüler freuen sich über die gespendete Gitarre.

Im neuen Werkraum (wir berichteten im Mai) ist nun endlich auch Platz für Tanz, Musizieren und Malen. Aktuell gibt es in Haiti erneut starke politische Unruhen, die für eine große Verunsicherung in der Bevölkerung sorgen. Umso wichtiger ist es für die Kinder der Ecole Amitié, sichere Strukturen im Schulalltag zu haben. Hierzu gehören auch die kreativen Angebote, die einen seelischen Ausgleich fördern.

+++ 30. August 2018 | FUSSBALLFIEBER +++

Diese Sommerferien verbrachte die Ecole Amitie, sowie ganz Haiti, im Fußballfieber. Morgens gehörte der Schulhof den jüngeren Spielern – nachmittags den älteren. Die Mannschaften von je 8 Kindern aus der ganzen Nachbarschaft wechselten sich ab bei diesem “Strassenfussball”.

Ausgelöst wurde diese Euphorie durch die erstmalige Teilnahme der haitianischen Mädchenmannschaft “Les Grenadières” bei der U-20 Weltmeisterschaft 2018, wo sie in ihrem letzten Spiel am 13. August gegen Deutschland mit 2:3 ehrenvoll verloren.

Am 10. September beginnt wieder der Schulunterricht – dann ist das Fußballspielen wieder auf die Wochenenden beschränkt.

+++ 29. Mai 2018 | NEUER UNTERRICHTSRAUM +++

In einer bisher ungenutzten (Müll) Ecke des Schulhofes wird ein zusätzlicher Raum gebaut für Kunstunterricht, Basteln und Kunsthandwerk – und gleichzeitig auch für etwas Musikunterricht für Schüler die ganz besonders daran interessiert sind. Eine Gitarre ist schon vorhanden, ein Satz von 3 haitianischen Trommeln und Rasseln sind in Auftrag gegeben, weitere Instrumente sollen im Laufe des Sommers nach und nach dazukommen, wenn der Raum eingerichtet wird.

+++ 17. Mai 2018 | FEST DER LEHRER +++

Dieses Jahr hatten die Schüler das “Fest der Lehrer” am 17. Mai mit besonders viel eigenem Einsatz gefeiert. Eine Schülerin hielt eine schöne Dankesrede und danach gab es ein buntes Theater und Tanzprogramm im Schulhof…

+++ 20. Dezember 2017 | GESCHENKE +++

Zwei glückliche Mädchen dürfen in der Schulpause einen VIVANI „Crispy Corn Flakes“ Schokoriegel vernaschen. Die Ecole Amitie in Cap Haitien, Haiti, freut sich und bedankt herzlich für die Spenden die in 2017 über den Verkauf dieser Riegels der Schule sehr geholfen haben.

+++ 21. November 2017 | SCHULHOF +++

Man kann von Glück reden, dass es in den letzten Wochen keine nennenswerten Turbulenzen gab. So konnten die Kinder am Wochenende friedlich auf dem geschützten Schulhofsgelände spielen. Und zwar im neuen, sauberen Sand. Wie viel Freude bereits eine solch einfache Sache mit sich bringen kann, steht den Kindern ins Gesicht geschrieben.

+++ 11. Juli 2017 | LEHRERSEMINAR +++

Die Schule der Freundschaft Ecole Amitié in Cap Haitien freute sich über ein 3-tägiges Seminar für Lehrer (vom 3. bis 6. Juli 2017), gesponsert und durchgeführt von der „University of Florida”. Mehr als 400 Lehrkräfte aus verschiedenen Schulen der Umgebung nahmen teil – darunter auch ALLE Lehrer der Ecole Amitié. Das Seminar wurde in Kreole mit Hilfe von Übersetzern gegeben. Thema: Die wichtige Rolle von Lehrern bei der sozialen Entwicklung der Gemeinschaft.

+++ 26. Mai 2017 | ZUM THEMA NATIONAL-FAHNE (DRAPO) +++

In fast allen haitienischen Schulen findet jeden Morgen um 8 Uhr vor Beginn des Unterrichtes die „Ceremonie du drapo“ statt. Am Nachmittag zum Schulschluss dann das Herablassen der Fahne Haitis. Am 18. Mai eines jeden Jahres wird dann traditionsgemäß das „fèt drapo” (Fest der Fahne von Haiti) mit grosser Begeisterung gefeiert, wobei die Straßenumzüge der Blechkapellen der verschiedenen Schulen zur großen Show auf dem Fußballplatz der Stadt den Höhepunkt darstellen. Es hat den Charakter und die Stimmung von einem Karveval, mit vielen Phantasieuniformen und eingeübten Choreographien. Die Straßen sind gesäumt von mittanzenden Zuschauern.

+++ 24. Januar 2017 | FESTE GEHÄLTER FÜR ALLE LEHRER +++

Dank der Spenden von VIVANI konnten die Lehrer der Ecole Amitié nicht nur ohne Verzögerung ihr Dezember 2016 Gehalt erhalten, sie bekamen sogar zum ersten Mal seit Beginn der Schule ein zusätzliches 13. Monatsgehalt als Bonus zum Jahresende (in Haiti üblich bei fest angestellten Personen). Diese „Neuerung“ wurde mit Freude und grosser Dankbarkeit in Empfang genommen – zumal im Lande, trotz der Bestätigung von Jovenel Moise als neuem Präsidenten, doch weiter ein starkes Gefühl von Ungewissheit über die Zukunft herrscht. An der Schule hat der Unterricht nach den Winterferien am 9. Januar 2017 wieder begonnen und läuft planmäßig auf die nächsten Klassenarbeiten zu, die im März anstehen. Es ist noch viel aufzuholen nach dem Zeitverlust durch die November-Flut. Wenigstens hier etwas Stabilität und Zuversicht.

+++ 30. NOVEMBER 2016 | ALLE PACKEN AN +++

Nachdem die sintflutartigen Regenfälle endlich geendet haben, geht es gemeinsam an die Aufräumarbeiten. Lehrer, Helfer und Schüler, alle packen an, damit der Schulbetrieb bald wieder starten kann. Auch politisch gibt’s etwas mehr Sonnenschein: Nach den von Wahlbetrug und Korruption gezeichneten regierungslosen Übergangsmonaten hat Haiti mit Jovenel Moise Sieger endlich einen neuen Präsidenten!

+++ 21. NOVEMBER 2016 | SCHULE ERNEUT GEFLUTET +++

Der Starkregen in Haiti hält an. Nachdem die Schäden der letzten Überschwemmung einigermaßen beseitigt werden konnten, wurden die Schüler und Lehrer von neuen Wassermassen überrascht. Diesmal kam das Wasser nicht vom Berg herunter, sondern vom Fluss und vom Meer, was zur Folge hat, dass der Schulhof nicht nur knietief geflutet, sondern auch noch vollends vermüllt ist. Es bleibt zur hoffen, dass hierdurch keine Krankheiten und Seuchen begünstigt werden…

+++ 10. NOVEMBER 2016 | STARKE ÜBERSCHWEMMUNG IN DER ECOLE AMITIÉ +++

Hatte der Hurrican Matthew, der vor allem im Süden des Landes wütete, die „Schule der Freundschaft“ noch verschont, hat nun ein erneutes Unwetter zugeschlagen und seine zerstörerischen Spuren hinterlassen. Die Schule wurde von starken Regenfällen, die aktuell immer noch andauern, vollständig überschwemmt. Zum Glück konnten die gerade erst angeschafften Nähmaschinen gerettet werden, aber die neuen Judo-Matten des „Club Cobra“ werden wohl nicht mehr zu gebrauchen sein. Ein herber Rückschlag – vor allem für die Kinder.

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