Wer hat das Eis erfunden?

Die faszinierende Geschichte des Speiseeises

Text:
Katharina Kuhlmann

Photography:
istock © Vladimir Sretenovic

28 Juni 2026

Einen einzelnen Erfinder gibt es nicht. Die Geschichte des Eises reicht mehr als 2.000 Jahre zurück und führt von den ersten gefrorenen Süßspeisen im alten China über Persien bis nach Italien, wo sich das Eis nach und nach zu dem entwickelte, was wir heute als Speiseeis kennen. Heute gehört Eis zu den beliebtesten Sommerklassikern überhaupt – ob Vanille, Erdbeere oder Schokolade. Gerade Schokoladeneis zählt bis heute zu den Lieblingssorten der Deutschen. Doch wie entstand die Idee zum eiskalten Genuss? Wann kam das Eis nach Europa und wie entwickelte sich daraus unser heutiges Lieblingseis? Begleiten Sie uns auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Speiseeises.

Antikes Eisvergnügen

Eis ist nicht gleich Eis – schließlich gibt es etliche Variationen, wie etwa Milcheis, Eiscreme, Sorbet oder Fruchteis, die sich durch jeweils unterschiedliche Bestandteile von ihren Verwandten abgrenzen. Doch so wie in der Antike stellt vermutlich heute niemand mehr Eis her: Hier waren Schnee und Gletschereis beliebte Zutaten. Die ältesten Eisfreunde waren vermutlich die Chinesen, die bereits im dritten Jahrtausend v. Chr. unterirdische Eislager anlegten, um ihren Herrschern an heißen Sommertagen eisgekühlte, sorbetähnliche Getränke zu servieren. Dieses Prinzip war auch in der Antike Europas bekannt. So verordnete der berühmte griechische Arzt Hippokrates um etwas 400 v. Chr. Patienten mit schmerzhaften Erkrankungen leckeres Wassereis zur Genesung.

Alexander der Große ging sogar noch einen Schritt weiter: Er motivierte seine Armeeoffiziere um 350 v. Chr. mit Gletschereis oder Gipfelschnee, die mit Milch, Honig, Fruchtsaft oder Wein vermischt waren, zu militärischen Glanzleistungen. Auch im Mittelalter waren Schnee-Fruchtmischungen („Scherbet“) äußerst beliebt, deren Rezepturen die Kreuzfahrer aus dem Orient mitbrachten.

Siegeszug einer eiskalten Köstlichkeit

In den folgenden Jahrhunderten trugen berühmte Persönlichkeiten, wie etwa Marco Polo oder Katharina von Medici, zu einer weiteren Verbreitung des Speiseeises in Europa bei. Erfindungen wie etwa das Salpetersalz, womit erstmals Kälte künstlich erzeugt werden konnte, oder die erste, handbetriebene Eismaschine von Nancy Johnson (1843) machten es immer leichter, Eis herzustellen.
Ab Anfang des 20. Jahrhunderts sorgten italienische Eishersteller für den endgültigen Durchbruch von Speiseeis als Massenprodukt. Die weltweite Verbreitung erreichte auch Deutschland, wo die „Italienische Eisdiele“ ab den 1960er Jahren im wahrsten Sinne des Wortes einschlug wie eine Eisbombe und bis heute eine der Lieblingsorte der Deutschen bei hochsommerlichen Temperaturen ist.

Schokoladeneis nach wie vor hoch im Kurs

Wer als erster die Idee hatte, Eis mit Schokolade zu kombinieren, lässt sich letztlich nicht eindeutig sagen. Es steht aber fest, das Schokoladeneis nach wie vor einen Spitzenplatz auf der Rangliste der deutschen Eisfreunde einnimmt und weit davon entfernt ist, von neuen Sorten verdrängt zu werden. So nennt in aktuellen Umfragen jeder zweite Deutsche Schokoladeneis als Lieblingssorte. Auf Rang 2 – knapp dahinter – ebenfalls ein Klassiker: Vanilleeis. Gefolgt von Stracciatella – dem Besten aus beiden Welten.

Weißes Schokoladeneis | Ein Rezept

Als kleine Überraschung haben wir nun noch ein tolles Rezept für ein Weißes Schokoladeneis, bei dem die VIVANI „Weiße Vanille“ Schokolade die Hauptrolle spielt. Der Clou: Das Rezept kommt ganz ohne Eismaschine aus und ist daher schnell und einfach umsetzbar.

Zutaten

Für 8 Personen


400 g

VIVANI Weiße Vanille

400 g

Schlagsahne

4

Eier

2 EL

Hagelzucker

5 EL

Wasser


Zubereitung

Warte- / Kühlzeit
einige Stunden / über Nacht

Schwierigkeitsgrad
einfach

01

Wasser mit Hagelzucker in einem Kochtopf aufkochen lassen und in etwa zwei Minuten zu Sirup einkochen lassen.

02

Die kleingehackte Schokolade hinzugeben und direkt vom Herd nehmen. Unter Rühren die Schokolade schmelzen, bis eine glatte Masse entsteht. Falls die Wärme zum Schmelzen nicht ausreicht, Topf noch einmal kurz auf den Ofen stellen und die Masse im Anschluss auskühlen lassen.

03

Die Eier trennen, die Eigelbe einrühren und die Masse auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

04

Währenddessen die Sahne und das Eiweiß getrennt voneinander steif schlagen und anschließend jeweils vorsichtig unter die Schokoladenmasse heben – zuerst die Sahne, dann der Eischnee.

05

Die Masse in einem gefriergeeigneten Gefäß bei -18 ºC einige Stunden durchfrieren lassen, am besten über Nacht.

06

Vor dem Servieren etwa 15 Minuten antauen lassen. Um eine höhere Cremigkeit zu erreichen, kann das Eis auch noch einmal mit dem Pürierstab kurz aufgeschlagen werden.


Tipps: Es eignen sich alle weißen Schokoladen, aber die Weiße Vanille von VIVANI verleiht der Eiscreme noch einen besonderes Aroma nach köstlichem Vanillepudding.
Besonders gut schmecken frische Früchte wie Erdbeeren oder eine selbstgemachte Schokoladensauce  zum Weißen Schokoladeneis!  

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