Trendthema
Bitterstoffe

Vom unbeliebten Geschmack zum ultimativen Gesundheitstipp

Text:
Katharina Kuhlmann

Photography:
© EcoFinia GmbH

30 Oktober 2023

In den letzten Jahren werden sie uns immer wieder aufgetischt, obwohl der Geschmack wirklich nicht alle Menschen begeistert: Bitterstoffe. Enthalten in vielen ursprünglichen Gemüse-, Obst- und Kräutersorten können sie unseren Körper gesund und sogar schlank halten. Die gute Nachricht: Auch Bitterschokolade enthält reichlich von den guten Stoffen. Ein tolles Buch zum Einstieg ins Thema ist „Bitterstoffe“ von Claudia Ritter – mit über 100 Rezepten.

Was können Bitterstoffe?

Dieser Trend ist eine bittere Medizin. Aber gerade diese soll ja bekanntlich am besten wirken. Und wer nicht die bittere Pille schlucken will, der kann aus einer riesigen Auswahl an frischen Pflanzen wählen, die uns die Natur schenkt. Leider ist der bittere Geschmack bei vielen Menschen so unbeliebt, dass ihn findige Landwirte in der Vergangenheit aus vielen Gemüsesorten herausgezüchtet haben. Schade. Aber die sogenannten „alten Sorten“ erfreuen sich, genau wie die Bitterstoffe, wieder wachsender Beliebtheit. Ein Glück – enthalten sie doch deutlich mehr der guten bitteren Stoffe.
Die Liste der empfehlenswerten Bitterlieferanten ist lang und bunt und daher eigentlich gar nicht so schwer in den eigenen Speiseplan zu integrieren. Beispiele sind etwa Artischocke, Grünkohl, Salate wie Rucola oder Radicchio, diverse Kräuterarten, Grapefruit und natürlich Zitronen.

Nun wissen wir, wo’s drinsteckt. Aber was können Bitterstoffe eigentlich? Ihnen werden viele positive, regulierende Prozesse im Körper nachgesagt, z. B. in Bezug auf den Stoffwechsel, die Verdauung, das Immunsystem, den Blutzuckerspiegel uvm. Leber und Galle benötigen sie dringend zur richtigen Funktion und sogar Heißhungerattacken sollen sie in Schach halten. Durch die Untermischung von bitteren Gemüse- und Obstsorten sowie Kräutern ins tägliche Essen lässt sich der bittere Geschmack besser tolerieren und kann sogar nach einer Gewöhnungsphase als Bereicherung empfunden werden.

Dunkle Schokolade – bittersüße Verführung

Bei Bitterstoffen denken vermutlich die wenigsten an Schokolade. Aber die dunkle Variante ab einem Kakaogehalt von 70 % aufwärts hat das Wörtchen „bitter“ nicht schon umsonst im Namen. Kakao hat von Natur aus einen sehr hohen Anteil an Bitterstoffen, hier in Form der sogenannten Flavonoide. Ein regelmäßiger Verzehr kleiner Mengen Bitterschokolade vor den Mahlzeiten soll angeblich sogar die Pfunde purzeln lassen – so zumindest nach der Idee der sagenumwobenen „Schokoladendiät“.

Buch „Bitterstoffe“

Wer sich ausführlicher mit dem Thema Bitterstoffe beschäftigen möchte, der hat mit dem Buch der Heilpraktikerin und Buchautorin Claudia Ritter ein tolles Einführungswerk in der Hand. Nach einem theoretischen Teil mit den wichtigsten Informationen rund um Bitterstoffe und deren Funktionsweise geben Pflanzenporträts Informationen und Grundrezepte, wie z. B. Tees, zu 24 der wichtigsten, zumeist heimischen Bitterpflanzen. Es folgen einige Kochrezepte mit bitteren Gemüse-, Frucht- und Kräutersorten, bevor es im letzten Teil um die gezielte Behandlung von Beschwerden durch bitterstoffreiche Tees, Tinkturen usw. geht. Insgesamt finden sich so 100 verschiedene Rezepte im Buch, die zum Genießen, Heilen aber auch Vorbeugen vor Beschwerden dienen können.

Claudia Ritter
Bitterstoffe
Vorbeugen, heilen und genießen in 100 Rezepten
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2023
Taschenbuch, 128 S.
ISBN: 978-3-8186-1929-9
20,00 €

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