Rauschmittel
und Superfood

Die zwei Gesichter des Hanf

Text:
Alexander Kuhlmann

Photography:
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11 März 2020

Hanf ist aktuell sprichwörtlich in aller Munde und ist definitiv das Trendfood der vergangenen Monate. Ob in Kosmetikartikeln, Getränken, Müsli-Produkten, Grillwurst oder Hundefutter: Hanf scheint aktuell allgegenwärtig. Ein bejubelter Allrounder, der besondere gesundheitliche und geschmackliche Mehrwerte bieten soll. Aber was macht Hanf so besonders? Und warum boomt eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte gerade dieser Tage so sehr? Wir haben einmal zusammengefasst, was der (H)anfänger wissen sollte...

Teufelchen...

Zum Einstieg direkt eine wichtige Unterscheidung: Hanf wird oftmals mit Marihuana (umgangssprachlich auch „Gras“) gleichgesetzt. Als Marihuana bezeichnet man allerdings ausschließlich die getrockneten Blütentrauben und umliegenden kleineren Blättchen der weiblichen Cannabispflanze (einer Gattung der Hanfgewächse), welche zum Rauschmittel Haschisch weiterverarbeitet werden können. Im Haschisch enthalten ist der Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol), der aus den Harzen des Marihuanas extrahiert wird und über eine berauschende, psychoaktive Wirkung verfügt. Marihuana ist demnach unbedingt von den Teilen der Hanfpflanze zu unterscheiden, die in der Lebensmittelindustrie Verwendung finden.

...und Engelchen

Bei der Lebensmittelherstellung kommen vornehmlich die Samen der Hanfpflanze, die auch als „Hanfnüsse“ oder „Hanfsaat“ bekannt sind, zum Einsatz. Sie sollen reich sein an wertvollen Proteinen, Kohlenhydraten, Ballaststoffen und Vitaminen und alle für den Körper essentiellen Fettsäuren enthalten.* Damit gelten sie gemeinhin als Superfood und – auch geschmackseitig – spannende Ergänzung bei einer vollwertigen Ernährung. Und da Foodies weltweit schon seit einigen Jahren eifrig auf Entdeckerkurs sind und im neuen Jahrtausend bereits viele (ur)alte Nahrungsmittel wiederentdeckt und neo-populär gemacht haben – man denke nur an Kurkuma oder Amaranth – ist es kein Wunder, dass anno 2020 nun auch die Hanfpflanze auf ihr Vitalprofil durchleuchtet wird.

Ein weiteres Hanfprodukt, das momentan sehr angesagt ist und ebenfalls in der Lebensmittelbranche verwendet werden kann, ist das sogenannte CBD-Öl. Ein hochwertiges CBD-Öl besteht aus dem Öl der Hanfsamen sowie extrahiertem CBD. Das Kürzel steht für den Wirkstoff Cannabidiol, der auch in der Medizin als Heil- und Schmerzmittel bei unterschiedlichen Krankheitsformen eingesetzt wird. Mit der Beigabe in Lebensmitteln (wie beispielsweise Tee, Limonade, Kaugummis oder Schokolade) versprechen die Hersteller ihren Kunden beruhigende und entspannende Effekte – und spielen dabei natürlich auch gerne mit dem „verbotenen“ Image des Hanf. Allerdings wirkt CBD im Gegensatz zu THC nicht psychoaktiv, sondern vielmehr beruhigend. Es soll in der Lage sein, nervliche Anspannungen sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden zu lindern sowie entzündungshemmende Effekte haben. Diese Benefits sind allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch reine Spekulation und nicht fundiert wissenschaftlich nachgewiesen.*

Hanf für den Klimaschutz

Ja, auch in puncto Klimaschutz ist die Hanfpflanze ein durchaus nützliches Gewächs. So soll ein Hektar Hanf ebenso viel CO2 binden, wie ein Hektar Wald, was tatsächlich schon arg verblüffend ist. Die Pflanze ist zudem sehr pflegeleicht und schützt sich selbst vor Unkraut, was den Einsatz von Herbiziden – im konventionellen Anbau – mehr oder weniger unnötig macht.

VIVANI und der Hanf

Bei unserer neuen Sorte „Weiße Hanf Caramel“ verzichten wir auf das Spiel mit dem ominösen Image des CBD, sondern konzentrieren uns ganz auf den Genussfaktor. Hierbei greifen wir auf die Samen der Hanfpflanze zurück, die in Roh-Rohrzucker karamellisiert und mit einer feinen Prise Meersalz abgerundet werden. Durch das Karamellisieren erhält die Hanfsaat einen leckeren, leicht nussigen Geschmack und einen tollen Crunch. Da weder CBD noch THC in der von uns verwendeten Hanfsaat enthalten ist, lässt sich die Schokolade bedenkenlos genießen und macht – so hoffen wir – rein auf der geschmacklichen Ebene süchtig. Und selbst das schier unkontrollierbare Verlangen nach leckerer Schokolade ist (ja sogar im hyperkritischen Deutschland) immer noch völlig legal.

Weiße Hanf Caramel

mit karamellisierten Hanfsamen und Fleur de Sel

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