Dbalost:
Cvičení s čokoládou

Die berühmte „Rosinenübung“ mal anders – auch zum Verschenken

Text:
Katharina Kuhlmann

Photography:
© shutterstock, Dean Drobot

22. února 2022

Das Thema Achtsamkeit ist in den letzten Jahren zu einem echten Trendthema avanciert. Blogs, Bücher und viele weitere Medien berichten von den positiven Auswirkungen eines achtsamen Lebensstils, vor allem verbunden mit dem Prinzip der sogenannten Selfcare (Selbstfürsorge). Schon mal eine Achtsamkeitsübung ausprobiert? Mit unserer „Schokoladenübung“ könnt ihr für ein paar Minuten bewusst dem Alltag entfliehen und neue Kraft tanken.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist ein Begriff, der uns immer häufiger begegnet. Zusammengefasst ist damit eine bewusste Konzentration auf das Hier und Jetzt gemeint. Zukunftssorgen und -pläne sowie das Hängenbleiben in der Vergangenheit werden durch kleine Übungen in den Hintergrund gestellt, der Fokus liegt ganz auf dem gegenwärtigen Moment. Seine Wurzeln findet das Achtsamkeitsprinzip bereits früh in den Lehren des Buddhismus und der Meditation. Nie aus der Mode gekommen arbeiten heute sogar einige Formen der Psychotherapie mit Achtsamkeitsmethoden.

Und hier ist dann der Schritt zur Selfcare nicht mehr weit – ich nehme meine Umwelt und mich wahr, so wie wir jetzt sind, ohne etwas daran zu verändern oder zu werten. Dadurch kümmere ich mich um mich selbst, indem ich mich nicht in negative Gedankenschleifen verstricke oder mich nicht mit zu hohen Zielen überfordere.

Achtsamkeit für alle?

Aber macht Achtsamkeit auch Sinn, wenn es mir gut geht und mein Leben im Moment problemlos verläuft? Kommt hier nicht am Ende ein großer Berg Küchenpsychologie auf mich zu, der mir am Ende nur das Geld aus der Tasche ziehen möchte? Ein klares Nein. Das Innehalten im Alltag und die Konzentration auf das, was wirklich existiert, kann jeden Menschen unterstützen und Klarheit schaffen, damit ungesunder Stress und negative Gedanken erst gar nicht die Oberhand gewinnen. Nur weil ein Trend vielleicht als nervig oder abgedroschen empfunden wird, sollte man ihn nicht gleich grundsätzlich ablehnen, denn: Die große Annahme der Achtsamkeitsthematik in unserer Gesellschaft zeigt doch mehr als deutlich ihre Notwendigkeit und gibt ihr dadurch ihre Berechtigung.

Aus Rosinenübung wird Schokoladenritual

Die Rosinenübung ist ein Klassiker unter den Achtsamkeitsübungen. Ziel hierbei ist es, die gesamte Aufmerksamkeit auf eine einzige, kleine Rosine zu fokussieren. Diese wird mit allen Sinnen ausgiebig erforscht. Dadurch rückt der Moment in den Mittelpunkt der Erfahrung, Gedanken und Sorgen werden in den Hintergrund gestellt.

Prinzipiell kann man die Rosinenübung mit allen möglichen Lebensmitteln durchführen, so auch besonders gut mit Schokolade. Man kann eine einzige Sorte wählen oder, eine etwas größere Herausforderung, gleich mehrere Sorten kombinieren. Diese werden dann in einem Behältnis gemischt und müssen jeweils herausgeschmeckt werden.

Wer mag, kann die Schokoladenübung sogar gleich als eine Art Schokoladenritual verwandeln. Dies kann bewirken, dass man sich besonders gut auf die Übung einstimmen kann und sie eventuell regelmäßig wiederhohlen möchte. Man könnte z. B. als Behältnis ein Schraubglas verwenden und hübsch mit Farbe, Papier, Kordeln oder was uns sonst noch einfällt dekorieren. Bindet man eine kleine Notiz mit kurzer Übungsanleitung sowie einen inspirierenden Spruch daran, hat man zusätzlich im Nu ein tolles, nachhaltiges Geschenk kreiert.

Die Wahl der Schokoladensorten steht jedem nach Geschmack frei. Besonders interessant sind bittere Sorten mit höherem Kakaoanteil, da sich hier wunderbar die verschiedenen Aromen des Kakaos herausschmecken lassen. Aber auch der Kontrast zu einer helleren oder gar weißen Sorte bietet sicherlich tolle Geschmackserlebnisse. Wer es besonders spannend gestalten möchte, der sollte Sorten mit besonderen Zusätzen wie etwa Salz, Chili oder anderen Gewürzen wählen, die viele weitere Noten mit ins Spiel bringen.

Die Schokoladenübung

Sehen, fühlen, riechen, hören, schmecken – mit unserer Schokoladenübung werden alle 5 Sinne angesprochen. Wir nehmen uns einen ungestörten Moment Zeit und lassen uns voll auf das erste Stückchen Schokolade ein. Hier kommen einige Anregungen zum Erforschen mit allen Sinnen, aber vielleicht habt ihr auch noch Ideen für weitere Untersuchungskriterien.

1. SEHEN
– Wie sieht das Schokoladenstück aus? Farbe, Struktur der Oberfläche, eventuell eine Prägung?
– Wie sehen die Bruchkanten aus?
– Lassen sich eventuell irgendwelche Zutaten erkennen?

2. FÜHLEN
– Ist das Stück glatt oder uneben / rau?
– Wie fühlen sich die Bruchkanten an?
– Was geschieht beim Drücken der Schokolade? Schmilzt sie?

3. RIECHEN
– Wie riecht die Oberfläche, wie riechen die Bruchkanten?
– Wie weit entfernt kann meine Nase den Geruch noch wahrnehmen?

4. HÖREN
– Wie klingt es, wenn ich das Stück durchbreche?
– Kann ich andere Geräusche mit dem Stück erzeugen, z. B. beim Fallenlassen auf den Boden, beim Reiben über eine Fläche?

5. SCHMECKEN
– Wie schmeckt die Schokolade, wenn ich abbeiße, wie wenn ich sie nur lutsche?
– Wie verändert sich der Geschmack vom ersten Moment bis nach dem Runterschlucken?
– Wie lassen sich die Kakaonoten beschreiben?
– Wie schmecken die anderen Zutaten, was könnte es sein? Welche Sorte?

Nach dem ersten Stückchen eine kleine Pause machen und den Geschmackssinn eventuell mit einem Schluck Wasser oder Weißbrot wieder neutralisieren. Dann kann man sich gemäß der Anleitung auf die nächste Sorte einlassen.

Es lohnt sich, die Übung zu wiederholen. Mit anderen Sorten oder zu einer anderen Tageszeit oder in einer anderen Umgebung ergeben sich sicherlich ganz andere Ergebnisse. Alternativ kann man der Übung auch als ein Tasting gestalten und sie gemeinsam mit Freunden durchführen. Hierzu am besten einen Bogen für Notizen vorbereiten und sich erst im Anschluss an jedes Stück Schokolade austauschen.

 

Wir wünschen Dir viel Spaß und einen Moment der Ruhe von Deinem Alltag mit unserem kleinen Schokoladenritual!


 

Vielen Dank für die tolle Schokoladenübung an Ariadne vom Achtsamkeits- und Selfcare-Blog Yomela. Hier findet ihr viele weitere Übungen und Anregungen für einen leichteren, bewussten Lebensstil.

yomela.de

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