Ernährungsreport 2017

Was in Deutschland auf den Teller kommt

Text:
Katharina Kuhlmann

Photography:
istock, AnaAdo

4 Januar 2017

Es ist immer wieder auf's Neue spannend, wenn das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu Beginn des Jahres einen neuen Ernährungsreport veröffentlicht. So wurden auch kürzlich wieder 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, was sie gerne essen, was ihnen bei ihrer Ernährung generell wichtig ist und was sie eher verzichtbar finden.

Das Fazit zusammengefasst: Trotz einer deutlich spürbaren Veggie- und Vegan-Begeisterung der letzten Jahre legen immer noch 53 Prozent der Deutschen Wert auf eine fleischreiche Ernährung, nur 20 Prozent nennen Gemüsegerichte als ihr Lieblingsessen. Dennoch sehen viele der Befragten in veganen Alternativen keinen bloßen Trend, sondern eine ernstzunehmende Ernährungsform, die sich langfristig etablieren wird.

Naschverhalten und Mindesthaltbarkeitsdatum

Interessante Erkenntnisse gibt’s auch beim Naschverhalten der Deutschen. Hier zeichnet sich ein deutliches Ost-West-Gefälle ab. So sollen 23 Prozent der Westdeutschen täglich zu Süßigkeiten greifen, in Ostdeutschland nascht man mit nur 11 Prozent dagegen wesentlich moderater.

Einig sind sich die Befragten allerdings beim Thema “Mindesthaltbarkeitsdatum”, das die große Mehrheit gerade bei Lebensmitteln mit geringer Verderblichkeit – wie Salz, Zucker & Co. – völlig verzichtbar findet. Laut Forsa wirft nur jeder Zwanzigste Lebensmittel weg, sobald sie das MDH erreicht haben, der Rest der Verbraucher ist hier ein wenig entspannter.

Zu guter Letzt finden 9 von 10 Deutschen wichtig, dass das Thema “richtige Ernährung” an den Schulen eine größere Rolle einnehmen sollte. Sie finden ein neues Fach “Ernährung” als Ergänzung des bisherigen Angebots sinnvoll.

Quelle: www.forsa.de

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